4. Dezember 2014

Wir Reisende

Wir sind auf ständiger Reise. Damit ist nicht allein die Reise an sich gemeint, bei der man sich ins Auto, in den Zug, ins Flugzeug oder gar aufs Fahrrad schwingt, um eine neue Gegend zu erkunden. Auch nicht gemeint sind die alltäglichen Reisen, wie die kleine Reise zur Arbeit oder in die Schule. Sondern die Reise mit sich selbst. Denn, man nimmt sich ja stets selbst mit, egal wohin man geht oder steht. Ob man das nun möchte oder nicht. Doch wird uns das auch hie und da bewusst?

Immer nach einer Beschäftigung nachgehend oder danach suchend wandern wir durch unseren Alltag. Ein treuer Begleiter sind auch die Gedanken, die uns in unseren Köpfen besuchen kommen und wieder gehen. Manch ein Besucher kommt öfter als der andere. Ja, es kommt einem sogar vor, dass häufig die unerwünschten Besucher, sich als die häufigsten erweisen, treu wie ein Stammgast in der Kneipe.



Reisender Eins


Doch heutzutage ist es üblich, dass wenn wir nicht gerade die gewohnten Einkäufe erledigen, unserer Arbeit nachgehen oder etwas mit Freunde oder Familie unternehmen, wir versuchen diese Gedanken irgendwie zu verdrängen, den unschönen aus dem Weg zu gehen. Sich abzulenken. Dabei, wie ich zunehmen in der Öffentlichkeit, auch auf meinen Reisen und auch den kleinen Reisen durch den Alltag beobachte, greifen die Menschen in ihre Jacken- oder Hosentasche und zücken einen weiteren treuen Begleiter heraus. Das Smartphone. Der Ablenkung sind in diesem schmucken neuartigen Gerät keine Grenzen gesetzt. Doch, was um uns herum geschieht, das nehmen wir kaum noch wahr. 

Wie können wir so, bei ständiger Ablenkung, die uns kleine und große Hürden baut, nur den richtigen Weg finden? Den Weg zu uns selbst und einem klaren Kopf.


Reisender Zwei



Meine Serie „Wir Reisende“ bestehend aus drei Fotografien, die im Frühjahr diesen Jahres entstanden ist, zeigt Eindrücke wie sie wohl schon jeder beiläufig erlebt hat, in denen man sich selbst womöglich wiederfindet, gar ertappt. Menschen, die am Bürgersteig gehen, eilen, wie sie Straßen, Parkplätze überqueren oder im Stillstand, ganz ihre Aufmerksamkeit ihrem Smart-

phone widmen. Dabei geht es um die eigene Wahrnehmung mit sich und der Außenwelt, die wir anschwellend geistesabwesend durchwandern. Ob nun mit unseren Beinen oder Gedanken.



Reisender Drei

1. September 2014

a mountain


Der Versuch, so stark wie ein Berg zu werden, hat begonnen.
Er muss nicht groß werden, einfach nur unbeweglich.
Ruhig.

30. Juli 2014

the young and restless



the young and restless
want to travel.
the young and restless
don't care too much.

the young and restless
to envy them is painful.
the young and restless
always in our midst.

27. Juli 2014

trying to get to heaven



stick my head in it like this mountain!








Every day your memory grows dimmer
It doesn’t haunt me like it did before








I tried to give you everything

That your heart was longing for
I’m just going down the road feeling bad
Trying to get to heaven before they close the door.

// BOB DYLAN


26. Juli 2014

queer as unicorn under my uniform























Eine Nacht, die im Morgen endete.
Mit viel Kunsthandfertigkeiten.
Mit zu vielen Künstlern, die uns alle noch aussaugen werden.
Aber auch,
mit viel Liebe, freundschaftliche Liebe versteht sich.

21. Juli 2014

If you ever had a real heart



HENRY
The last photo of many more taken for my typography-photoghraphy book project.





Something else fits the moment... 


"You abuse the ones who love you
You abuse the ones who won't
If you ever had a real heart
I don't think you'd know where to start
"

19. Juli 2014

the more you revolt the more you make love

... there's a little truth in every sentence. In that one there's a big one. Thank you my friend.
Let me take you by the hand.
Lend me your ear.
Your eyes.
But keep your heart in the right place.
Such places you can't keep
for too long. Not forever. Fade.








I've seen love go by my door
It's never been this close before
Never been so easy or so slow
I been shooting in the dark too long
When somethin's not right it's wrong
You're gonna make me lonesome when you go.

- BOB DYLAN



Let Italy come again
by the next thunder storm
too warm
too warm.

15. Juli 2014

the desperate attempt of trying



"
Can you picture what will be So limitless and free Desperately in need Of some stranger's hand In a desperate land Lost in a Roman wilderness of pain And all the children are insane All the children are insane Waiting for the summer rain







"

There's danger on the edge of town Ride the king's highway, baby 





"
Weird seems inside the gold mine Ride the highway west, baby Ride the snake Ride the snake, to the lake, the ancient lake, baby The snake is long seven miles Ride the snake He is old and his skin is cold














"
The killer awoke before dawn He put his boots on He took a face from the ancient gallery And he walked on down the hall 
















Glad that there is no possibility
of switching back to times that passed already.
Glad that it's over
this journey of fear and even more
anxiety in the afterwards.

The lights went completely off.

Now there come a time
of asking and wondering yourself.
What is the position
what makes the difference.
Can you choose or is somebody else
somebody else choosing the size
of your shoes and the type of leather?

The End.
(looking for the back door)



Edinburgh, October 2013.

12. Juli 2014

1. Juli 2014

gefühle wie



Manchmal,
letztlich häufig oft,
fühl ich mich so, nein - nicht wie ein U-Bahn Klo,
mich so,
wie sich womöglich,
hätte sie Gefühle,
eine Steckdose fühlt.
Benutzt.
Vergessen,
da sie sich hinter einem großen Regal befindet.
Überlastet.
Oder,
kurz vor dem Kurzschluss.
Gut,
dass jede Steckdose
auch einen
Schutzleiter hat.
Es sei denn,
der Elektriker hat gepfuscht!


Steckdosen-Poesie oder auch Nicht-Poesien von Susi K. aka 
Zerstörerin aller Sanduhren.